Psychohygiene am Arbeitsplatz

Hodel & Partner Workshop Vorarbeiter

Workshop mit Führungskräften & Vorarbeitern im Gartenbau

Psychohygiene am Arbeitsplatz – warum wir uns nicht nur um unsere Zähne kümmern sollten

Wenn Zahnschmerzen auftreten, handeln wir sofort. Ein Anruf, ein Termin, klare Zuständigkeiten. Zahnhygiene und Vorsorge sind selbstverständlich. Bei der Psyche sieht es anders aus: Sie ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, Symptome sind diffus, und die Auswirkungen betreffen selten nur eine einzelne Person. Leistungseinbussen, Missverständnisse oder Spannungen im Team sind häufige Folgen. Die ehrliche Frage lautet daher: Warum investieren wir so konsequent in unsere Zähne – und so zögerlich in unsere psychische Gesundheit?

Genau hier setzte der Workshop mit Führungskräften und Vorarbeitern im Gartenbau an. Mit praxisnahen Beispielen, viel Interaktion und bewusst eingesetztem Humor wurden präventive Ansätze erarbeitet, die im Arbeitsalltag tatsächlich greifen.

Drei präventive Hebel für psychische Gesundheit im Arbeitsalltag

1. Ressourcen stärken

Psychische Ressourcen sind das Fundament, wenn es anspruchsvoll wird: tragfähige Beziehungen, ein gesunder Selbstwert, Interessen ausserhalb der Arbeit. Sie wirken wie ein innerer Anker. Wer diese Ressourcen pflegt, investiert in Stabilität – vergleichbar mit körperlichem Training. Resilienz entsteht nicht im Ernstfall, sondern im Alltag: durch Austausch, Zugehörigkeit und das bewusste Nutzen eigener Stärken.

2. Resilienz gezielt fördern

Resilienz ist kein Persönlichkeitsmerkmal, das man hat oder nicht hat. Sie lässt sich entwickeln. Entscheidend ist die Erfahrung von Bewältigung: Ich kann mit Belastungen umgehen. Achtsamkeit spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht als Wellness-Konzept, sondern als pragmatische Fähigkeit zur Selbstregulation. Kleine, regelmässige Schritte reichen aus, um auch in herausfordernden Phasen handlungsfähig zu bleiben.

3. Selbstwirksamkeit leben

Ein stabiler psychischer Zustand hängt eng mit Selbstwirksamkeit zusammen – dem Gefühl, Einfluss nehmen zu können. Wer erlebt, dass das eigene Handeln Wirkung zeigt, geht anders mit Stress um. Führungskräfte haben hier eine Schlüsselrolle: Sie gestalten Rahmenbedingungen, in denen Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können.

Psychohygiene ist kein „Nice-to-have“

Diese drei Ansätze machen deutlich: Psychohygiene ist keine Zusatzaufgabe für ruhige Zeiten, sondern eine Grundvoraussetzung für gesunde Zusammenarbeit. Wir putzen täglich unsere Zähne und gehen regelmässig zur Vorsorge. Für die Psyche fehlen oft klare Routinen, Zuständigkeiten und Strukturen.

Ein Punkt, der im anschliessenden Austausch besonders deutlich wurde: Für die körperliche Gesundheit existieren gesetzliche Vorgaben und klare Standards. Für die psychische Gesundheit hingegen bleibt vieles ungeregelt – obwohl sie genauso relevant für Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zusammenarbeit ist.

Das wirft unbequeme, aber notwendige Fragen auf:
Wissen wir, an wen wir uns wenden können?
Kennen wir erste, niederschwellige Schritte der Psychohygiene?
Und schaffen wir im Arbeitsalltag Räume, in denen psychische Gesundheit ernst genommen wird?

Psychohygiene beginnt nicht erst in der Krise. Sie beginnt dort, wo Arbeit gestaltet wird – täglich, präventiv und gemeinsam. Eben so, wie bei Hodel & Partner Gartenunternehmen 😉

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Vorarbeitertreffen bei Hodel & Partner

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