Psychische Gesundheit wirkt jeden Tag mit – im Denken, im Handeln, im Miteinander. Die ZHB (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern) hat das erkannt und zwei aufeinander abgestimmte Workshops zur psychischen Gesundheit je dreimal durchgeführt, um möglichst vielen Mitarbeitenden eine Teilnahme zu ermöglichen.
Ziel war klar: sensibilisieren, vertiefen und handlungsfähig werden – individuell und im Team.
Workshop 1: Hinschauen statt wegschieben
Der vierstündige Sensibilisierungsworkshop bot einen niederschwelligen Einstieg über die Akku-Metapher. Mit dem Eisberg-Modell und dem systemischen Blick wurde deutlich: Verhalten ist sichtbar, Belastungen wirken oft darunter.
Im Fokus standen Enttabuisierung, Selbstreflexion und die Frage, was psychologische Sicherheit im Arbeitsalltag konkret braucht: Zuhören, Fehlerfreundlichkeit, wertfreies Feedback und echte Begegnung.


Workshop 2: Vertiefung und Praxis
Im ganztägigen Vertiefungsworkshop ging es darum, psychische Belastungen als Prozess zu verstehen und frühzeitig zu handeln. Stressregulation, Nervensystem, Frühzeichen psychischer Belastung und wertfreie Kommunikation wurden praxisnah erarbeitet.
Der Schwerpunkt lag auf Selbstwirksamkeit: nicht „mehr aushalten“, sondern bewusst regulieren, Ressourcen aktivieren und kleine, realistische Schritte im Alltag umsetzen.



Wirkung über den Workshop hinaus
Umso schöner war der Schritt nach den Workshops: Im firmeninternen Intranet wurde eine Serie von Artikeln zu Selfcare publiziert – ergänzt durch kurze Wiederholungen zentraler Inhalte. So bleiben Wissen und Haltung präsent und zugänglich.
Wenn Inhalte weitergetragen und im Alltag sichtbar bleiben, entsteht nachhaltige Gesundheitsförderung.